Project 333 – Rückblick nach 6 Monaten so gut wie ohne Shopping

Der Winter geht – Zeit für einen Rückblick

Über das Project 333 und wie und warum ich bis September letzten Jahres meinen Kleiderschrankinhalt dezimiert habe, habe ich ja schon mal berichtet. Nun kann ich stolz verkünden: Seit September letzten Jahres habe ich lediglich 3 Langarmshirts im November und ein Paar neue Winterschuhe im Dezember gekauft, und alles brauchte ich tatsächlich. Seit 6 Monaten leben ich nun also mit meiner „Capsule Wardrobe“ und habe Klamottenläden (bis auf die zwei Ausnahmen) gemieden. Und darauf bin ich ziemlich stolz.

Da nun langsam hier die Zeit des Frühlings anbricht, welche bei mir mit Frühjahrsputz verbunden ist, dachte ich mir, ist dies doch ein guter Zeitpunkt, meine Garderobe nach 6 Monaten mal einem kritischen Rückblick zu unterziehen. Los geht´s…

Capsule Wardrobe Project 333 6 Monate fast ohne Shopping by TOC

 

Wenig getragen…

– …habe ich erstaunlicher Weise Hosen. Dieses „Phänomen“ ;) habe ich letzten Winter schon mal an mir beobachten können: Sobald es draußen kalt wird, trage ich lieber dicke Strumpfhosen und Röcke oder Kleider. Darin friert es mich merkwürdiger Weise weniger, als in Hosen. (Wenn jemand eine Erklärung dafür hat: Immer gerne her damit, ich habe nämlich keine dafür!)
– Was zwar gar nicht dazu passt, aber trotzdem so war: Wenig getragen habe ich meine Stulpen. Ich hatte sie nicht erst das erste Jahr, aber zum wiederholten Male feststellen müssen: ich trage sie nicht. Vielleicht mache ich was falsch, aber bei mir rutschen Stulpen nach zwei Schritten runter bis an die Knöchel und ich bin permanent mit Hochziehen beschäftigt. Darum haben meine Beine und ich den Großteil des Winters dann ohne Stulpen verbracht.
– Auch habe ich sehr selten zu einer Bluse gegriffen. Auch mit Longsleeve drunter und Strickjacke drüber war es einfach nicht wirklich warm genug.
– …habe ich meinen Rucksack in der Freizeit. Da bin ich tatsächlich meistens ohne irgendeine zusätzliche Transportmöglichkeit außer meinen Jacken- oder Rocktaschen ausgekommen. Das war ziemlich befreiend.

Oft getragen…

+ …habe ich meine drei Kleider und zwei meiner Röcke (den lila Cordrock und den schwarzen).
+ Auch meine Longsleeves und natürlich meine Strickjacken (<3) waren ein Dauerbrenner.
+ Außer dem kobaltblauen und roten habe ich natürlich meine Pullover viel getragen.
+ Da ich nur eine Winterjacke und ein Paar Herbst– bzw. Winterstiefel hatte, habe ich die natürlich auch jeden Tag getragen.
+ Das Gleiche gilt für HandschuheMützen und meine Tücher.
+ …habe ich meinen Rucksack! HÄ?! So wenig ich ihn in meiner Freizeit getragen habe, so oft hat er mich – nämlich jeden Tag – zur Arbeit begleitet. ;)

Generell…

…hätte ich mir in manchen Momenten wärmere Pullis und / oder Strickjacken gewünscht und muss leider einsehen, dass ich auch mit Lagenlook nicht jedes Sommerteil wintertauglich machen kann. Sommerpullis oder Blüschen, auch mit Longsleeve drunter, taugen im Winter leider nichts, oh Wunder! ;)
Außerdem habe ich festgestellt, dass ich für einen weiteren Wärme“effekt“ Kleidung bevorzuge, die für mich auch „wärmend“ aussieht: Grobe Stricksachen, eher dunkle Töne, Strickjacken ein bisschen weiter und zum reinkuscheln.

Der Frühling kommt – Zeit für einen Ausblick

Da ja nun der Frühling zwar langsam aber mit ziemlicher SIcherheit kommt, werde ich in nächster Zeit schauen

– was ich für den kommenden Frühling und Sommer in meinem Kleiderschrank behalte
– was ich zum Überwintern aussortiere und DIY-mäßig anpasse, damit es bleiben „darf“ ;)
– von was ich mich ganz trennen werde (und das möglichst „nachhaltig“ (ohne das Wort überstrapazieren zu wollen))
– was ich eventuell ersetzen und welche Shopping-Alternativen ich dafür nutzen möchte.

Dazu werde ich auf jeden Fall wieder den Free Wardrobe Planner von Caroline vom Blog un-fancy.com nutzen. Ihren Planner habe ich in meinem ersten Beitrag zum Project 333 schon mal kurz erwähnt und werde ihn im nächsten Beitrag zum Thema „Capsule Wardrobe Planning“ ausführlicher vorstellen. Außerdem möchte ich mit ihrer grandiosen „Rule of three“ wieder etwas mehr Abwechslung in meinen Kleiderschrank bringen. Vielleicht lasst ihr euch ja von mir anstecken?!
Eventuelle werden auch die Tipps von Anuschka von into-mind.com mit dabei sein. Mal schauen, wie und ob ich beide „Systeme“ ergänzend nutzen kann.
Und dann wird es auch noch leicht „wissenschaftlich“ beim Kleiderschrank ausmisten zugehen, ich sage nur „80 / 20“ Regel und „Evaluation“. Wie das zusammen passt, verrate ich euch beim nächsten Beitrag zum Thema Project 333 und Capsule Wardrobe Building / Planning. :)

Auf, auf also mit dem Kleiderschrankfrühjahrsputz, damit wir rechtzeitig die ersten Sonnenstrahlen genießen können!

Wie sieht es bei euch momentan aus: Könnt ihr eure Winterklamotten noch sehen oder sehnt ihr euch nach Abwechslung in eurem Kleiderschrank? Sortiert und quartiert ihr eure Winterkleidung zum Frühjahr / Sommer aus oder beherbergt ihr alles saisonunabhängig das ganze Jahr in eurem Kleiderschrank? Macht ihr überhaupt Frühjahrsputz auch im Kleiderschrank oder eher nicht?

11 Kommentare

  1. Ich habe auch vor Kurzem meinen Kleiderschrank neu sortiert: dicke Wintersachen weg und „Frühlingskleidung“ rein. Erstaunlich, wie befriedigend dieses Umräumen war und wie sehr ich mich jetzt (noch mehr als ohnehin schon) auf den Frühling freue.
    Seltsamerweise ist mir dieses Jahr auch nach etwas mehr Farbe. Normalerweise trage ich (schon seit meinem 13. Lebensjahr) fast ausschließlich schwarz und weiß bzw. schwarz-weiß-blau (in Form von Jeans), aber ich habe mir tatsächlich das ein oder andere „pastellige“ Kleidungsstück gekauft, u.a. einen dicken, aber dennoch luftigen langen altrosa Cardigan. Hätte ich nie gedacht, da ich diese Farbe eigentlich als Kleidungstück gar nicht mag. Aber mir war total danach – und er Held witzelt die ganze Zeit, dass ich jetzt rosa trage… Aber da stehe ich drüber, denn ich liebe den Cardigan, er ist so weich und kuschelig, ich trage ich beinahe jeden Tag. ;-)

    Wünsche Dir ein tolless Wochenende!

    Liebe Grüße
    Nicole

    • The Organized Cardigan

      Meine liebe Nicole! Entschuldige meine späte Antwort!
      Ich habe deine Kleiderzusammenstellung auf deinem Blog ja schon bewundert und du hättest das ganze für mich mit bestellen können, so schöne Sachen hattest du rausgesucht! Und ich freue mich natürlich zu hören, dass es der rosa! Cardigan!! zu dir geschafft hat! Und noch mehr, dass er dir so eine Freude bereitet! :) Notiz an den Helden: „Die Abwesenheit von Rosa im Alltag wird oftmals unterschätzt.“ (ich) ;)
      Ganz liebe Grüße und kuschelt schön! :)

    • Bloglovin

      Hallo Nicole!
      Der Grund, warum es im Winter die meisten Leute in Hosen friert und in Kleidern bzw. Röcken nicht ist der, dass die Hosen meist eng anliegend sind, und somit kein Luftpolster zwischen Haut und Stoff zustande kommt. Dieses Luftpolster ist nämlich dafür verantwortlich, dass es einem warm ist. Kleider und Röcke sind meist weiter geschnitten bzw. liegen nicht so eng an wie Hosen, deshalb erscheint es uns in diesen Kleidungsstücken wärmer. Das gleiche Prinzip gilt auch für den Sommer: je enger die Kleidung, desto mehr schwitzen wir darin, weil kein Luftpolster zwischen Haut und Kleidung herrscht, welches für den Hitzeausgleich verantwortlich ist. Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen!

      Liebe Grüße!

      • The Organized Cardigan

        Und ein wenig Abkühlung in den heißgelaufenen Kopf vor lauter Grübeln ;) Danke dir für deine Antwort! :)
        Liebe Grüße zurück
        Sunray

  2. Pingback: How to Build Your Capsule Wardrobe – Part I | The Organized Cardigan

  3. vivien_noir

    Zum Thema Stulpen hab ich was: bei mir müssen sich die auch immer irgendwo „festhalten“ können, sonst rutschen sie runter. Wenn ich also keine dicke Strumpfhose (Wollstrumpfhose) oder Hosen (Leggings/Jeggings/Skinny-Hosen) darunter trage, ziehe ich eine hautfarbenen dünne Strumfphose an, in einem Farbton, der meiner Haut gleicht. Dann rutschen sie nicht mehr, weil sie sich am dünnen Stoff „halten“!

    liebe Grüße, vivien_noir

    • The Organized Cardigan

      Liebe vivien_noir,
      vielen lieben Dank für dein Kommentar! Leider funktioniert das bei mir irgendwie nicht, trotz Strumpfhose rutschen die Stulpen. :( Trotzdem Danke, vielleicht hilft dein Tipp jmd anderem. <3
      Ganz liebe Grüße
      Sunray

  4. Was für ein tolles Projekt! Wenn du nur das gekauft hast, was du auch brauchtest, bist du ja wirklich auf einem tollen Weg!
    Ich kaufe generell wenig Kleidung, schiebe das Ausmisten aber noch etwas vor mich hin. Bevor der Frühling so richtig da ist, muss ich damit aber auf jeden Fall anfangen.

    Lieben Gruß
    Jana

    • The Organized Cardigan

      Liebe Jana,
      ja, es ist wirklich super entspannend, Geld sparend, Zeit sparend, Gedanken sparend. :)
      Die Kategorie Kleidung kommt in meiner Aufräumserie noch – vielleicht ist dann auch der richtige Zeitpunkt für dich gekommen, gemeinsam auszumisten?
      Ganz liebe Grüße und vielen Dank für dein Kommentar! Ein schönes langes Wochenende für dich!
      Sunray

  5. Hey, das klingt so super…und ich überlege tatsächlich gerade…ob ich mal auf Schrankleichen-Tauchstation gehen soll! :). Ich ziehe den Hut vor deinem konsequenten Verhalten! Liebe Grüße aus Dortmund, Svenja

    • The Organized Cardigan

      Dankeschön meine Liebe! Sowohl für dein liebes Kommentar als auch dein Kompliment! :) <3
      Einfach anfangen und immer ein bisschen weiter machen, "mehr" ist es fast gar nicht.
      Die Kategorie Kleidung kommt noch – also, falls du nicht eh schon direkt mit ausmisten angefangen hast: mach doch einfach dann mit, wenn die Kategorie bei mir dran ist. :)
      Ganz liebe Grüße von Braunschweig in den Pott! <3 UNd natürlich auch ein schönes langes Wochenende für dich!
      Sunray

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