Resilienz – Ein unerwarteter Buchtipp

Heute habe ich mal wieder einen Buchtipp (und weiter unten zusätzliches Filmmaterial) für euch, dieses Mal zum Thema „Resilienz“.
Mit Resilienz ist die psychische Widerstandskraft gemeint, mit der Menschen Krisen nicht nur überstehen, sondern auch aus ihnen wachsen können. Resilienz scheint nach dem heutigen Wissensstand nicht nur erblich bedingt in den Menschen angelegt zu sein, sie lässt sich auch durch bestimmte Techniken und Strategien erlernen und trainieren.

In meinen Augen also ein ziemlich „fachliches“ (Synonym für „staubtrockenes“ ;) )Thema, welches ich nie mit dem ehemaligen Stuntman und heutigem Unternehmer Jochen Schweizer, der Geschenkideen an erlebnishungrige Frauen und Männer bringt, in Verbindung gebracht hätte.

Jochen Schweizer war mir zwar schon vor der Sendung „Die Höhle der Löwen“ ein Begriff, jedoch habe ich erst durch diese Sendung etwas von dem Menschen hinter den Geschenkideen mitbekommen.
Da mich das Thema Persönlichkeitsentwicklung ja sehr interessiert und er wirklich sehr sympathisch und authentisch in der Sendung rüber kam, war ich somit natürlich ein leichtes Werbeopfer für sein Buch „Der perfekte Augenblick. Leben mit mehr Glück, Erfolg und Stärke.“, welches er während der Sendung promotet hat. ;)

Buchempfehlung zum Thema Resilienz von Jochen Schweizer

Genau aus diesem Grund war ich jedoch auch zunächst extrem skeptisch seinem Ratgeber gegenüber, schien mir dieser Mensch doch zu weit weg von „Otto Normal“ zu sein, als dass seine Tipps praxisuntauglich sein könnten. – Eine vollkommene Fehleinschätzung. ;)

In seinem Buch „Der perfekte Augenblick. Leben mit mehr Glück, Erfolg und Stärke.“ nimmt uns Jochen Schweizer in 9 Kapiteln mit auf eine Reise durch seine persönliche Lebensgeschichte und berichtet authentisch, wie er mehr als eine Niederlage erfahren und überwunden hat.
Er macht Mut, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und die eigenen Grenzen zu überschreiten und gibt dafür konkrete Ratschläge, Aufgaben und Anregungen, auf Grundlage seiner Erfahrungen eigene Krisen zu überwinden.

Zitat aus Der Perfekte Augeblick von Jochen Schweizer by TOC

Zu Beginn eines Kapitels wird mittels eines passenden Sinnspruch das Thema eingeleitet, was mich natürlich besonders angesprochen hat. (=> ThursdayThoughts ;) )
Einige Kapitel wurden durch kleine Beside-Stories ergänzt, die trotz des sportlichen Fokus gut den Kern des behandelten Themas noch einmal in „die Realität des Lebens“ transferieren.

Herrn Schweizer ist damit ein authentischer und praxistauglicher Ratgeber über den Aufbau und die Weiterentwicklung von Resilienz, der psychischen Widerstandskraft, gelungen, auch wenn er erst beim Verfassen seines Buches seinen „natürlichen“ Umgang mit Krisen diesem Begriff zuordnen konnte.
Sein leicht verständlicher Schreibstil, seine Ehrlichkeit über seine Niederlagen und die einfachen Lösungen, die nicht irgendwelcher millionenschweren, unrealistischen Rahmenbedingungen bedürfen, haben mich besonders angesprochen.
Das es immer wieder auch um das Führen von Unternehmen geht, hat mich persönlich nicht gestört. Jochen Schweizer ist Unternehmer und daher ist das das Thema seines Lebens und damit auch seines Buches. ;)
Irreführend hingegen finde ich die Einleitung des Textes auf dem Buchrücken: „Unternehmer des eigenen Lebens werden“. Damit wird das Buch in meinen Augen zu Unrecht zu sehr in eine Nische gedrängt.

Ich finde, das Buch ist auch für Nicht-Unternehmer und Nicht-Sportler ein verständnisvoller und ermutigender Begleiter ohne erhobenen Zeigefinger, aus dem man eine große Portion Motivation und konkrete Lösungsansätze zum Umgang mit Krisen mitnehmen kann.

Wer sich weiter zum Thema „Resilienz“ informieren möchte, dem kann ich die Sendung „Was die Seele stark macht“ aus der Kolumne von Gert Scobel auf 3sat empfehlen.
In der Mediathek finden sich außerdem zusätzliche weiterführende Informationen zur Sendung.

Was für ein Buch könnt ihr momentan empfehlen?

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7 Comments

  • Reply
    Oliver Tacke
    7. Februar 2016 at 20:54

    Wie „ratgeberisch“ ist denn das Buch?

  • Reply
    Naomi {Fräulein Famos}
    11. Februar 2016 at 14:36

    Das klingt tatsächlich weitaus interessanter, als ich erwartet hätte – bei meinen panischen Auf-den-Letzten-Drücker-Geschenkeinkäufen hatte ich das Buch auch auf verschiedenen Tischen liegen sehen, aber ehrlich gesagt keines weiteren Blickes gewürdigt, was wohl auch an der Buch-Nachbarschaft lag… Vielleicht sollte ich beizeiten doch mal einen Blick reinwerfen?
    Resilienz finde ich nämlich auch ein super spannendes Thema, das mich auch schon eine ganze Weile beschäftigt, unter der Bezeichnung allerdings erst, seitdem ich 2013 mal einen VHS-Kurs besucht habe (als „weitere Bildungstage“ im Rahmen meines FSJ). Trotzdem habe ich irgendwie das Gefühl, erst in letzter Zeit so richtig begriffen zu haben, dass es um das Wiederaufstehen geht, und nicht darum, von nichts umgeworfen zu werden.
    Ganz liebe Grüße und Gratulation zum neuen Blogdesign – gefällt mir sehr!
    Liebe Grüße, Naomi

    • Reply
      Oliver Tacke
      11. Februar 2016 at 17:13

      Ach, es geht um Batman! Sagt das doch gleich.

      • Reply
        The Organized Cardigan
        14. Februar 2016 at 20:08

        ;) (Geht es nicht immer irgendwie um Batman? ;) )

    • Reply
      The Organized Cardigan
      14. Februar 2016 at 20:11

      Liebe Naomi,
      ja, „gib dem Kind einen Namen“, oder?! ;) Ich mag das Buch gern und finde seien Zugang zum Thema sehr ehrlich und authentisch. So bekommt man das Gefühl, es selber auch „zu schaffen“, also ein sehr positives Gefühl. :)
      Dankeschön, ich freue mich, dass dir mein Blog-Umstyling gefällt! :)
      Ganz liebe Grüße zurück, Sunray

  • Reply
    Oliver Tacke
    19. Februar 2016 at 17:59

    Ich habe das Buch heute bei zwei Cappuchino und einem Brownie gelesen — danke für’s Ausleihen! Also, für das Buch, nicht für Cappuchino und Brownie. Etwas störend und überflüssig fand ich die zahlreichen Passagen, in denen Herr Schweizer darauf eingeht, was sein Unternehmen macht. Und eigentlich erzählt er ja nichts, was einem nicht irgendwie „klar“ wäre. Vielleicht doch nicht sooo „klar“, denn auf sonderbare Weise macht das Buch irgendwie Mut. Bei meiner großen Baustelle des Lebens hilft es mir nicht, fürchte ich. Für die anderen kleinen hilft es mir durch einen virtuellen Tritt in den Hintern aber vielleicht auf die Beine.

    • Reply
      The Organized Cardigan
      21. Februar 2016 at 11:32

      Das mit dem Mut machen habe ich genauso empfunden. Und er schafft das auf ganz unaufdringliche Weise, das mag ich.
      Die Antworten oder Lösungen auf Lebensbaustellen wird man leider so nicht in Büchern finden, glaube ich. Braucht es aber auch gar nicht, ich glaube, dass sie in einem selber zu finden sind.
      Auf die Beine kommen ist doch ein guter Anfang für den ersten Schritt. ;)

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