The Happiness Project von Gretchen Rubin – Lies dich glücklich!

Der Probemonat Juni macht was er will und darum gibt es heute auf The Organized Cardigan schon wieder eine weitere Premiere (sozusagen): Heute geht es um ein Buch, welches zwar nicht mehr neu ist, aaaaber trotzdem und immer noch und wieder lesenswert.
Und da die Urlaubszeit naht, dachte ich mir, dient euch mein Beitrag gleich als kleiner Urlaubslektüretipp. ;)

„Das Happiness-Projekt“ von Gretchen Rubin

Gretchen Rubin Happiness Project Buchempfehlung by TOC

Gretchen Rubin ist Juristin, Autorin, Mutter von zwei Töchtern und Ehefrau – und stellt an einem verregneten Aprilmorgen im New Yorker Stadtbus fest, dass sie dabei ist, ihr Leben zu vergeuden. Während der Bus im Stadtverkehr stecken bleibt, denkt sie darüber nach, dass sie eigentlich allen Grund zum glücklich sein hat, aber oft eine nagende Unzufriedenheit fühlt. Diese diffuse Unzufriedenheit führt dazu, dass Gretchen nörgelt, mürrisch zu anderen ist und sich insgesamt besser benehmen könnte, wie sie sich selber ehrlich eingesteht. Um sich jedoch besser benehmen zu können, schlussfolgert sie, müsse sie glücklicher sein. Und zwar sofort. Denn „Die Tage sind lang, aber die Jahre sind kurz“, stellt sie weiterhin fest und so macht sie sich direkt am nächsten Tag auf den Weg in ihr Experiment, um glücklicher zu werden.

Auf diesen Weg nimmt uns Gretchen in ihrem Buch „Das Happiness-Projekt. Oder: Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um meine Freunde zu kümmern, den Kleiderschrank auszumisten, Philosophen zu lesen und überhaupt mehr Freude am Leben zu haben“ mit und berichtet herrlich ehrlich über ihre Versuche und Erfahrungen, die sie auf der Suche nach ihrem Glück macht.

Dabei geht sie nicht willkürlich vor, sondern wälzt vorab die alten Philosophen und zieht die neuesten Erkenntnisse der Glücksforschung mit in ihren Recherchen ein. So erstellt sie sich einen handfesten Plan, wie sie innerhalb eines Jahres ihr Glück steigern und dies auch messen und dokumentieren will. Vielleicht kann ja jemand anderes von ihren Aufzeichnungen profitieren?

Ja, das kann man! Gretchen Rubin beschreibt auf unterhaltsame, ehrliche und realistische Weise, wie sie

…sich Bereiche in ihrem Leben überlegt, in denen sie glücklicher werden möchte;

…angeregt von Benjamin Franklins 13 Tugenden ihren eigenen Kriterienkatalog mit klaren Zielen und messbaren Schritten verfasst;

…sich jedem Monat einem Bereich widmet, und dabei Aufgaben stellt, an denen sie manchmal auch scheitert und feststellt, das Glück nicht immer glücklich macht

und damit mit ihrem Buch einen wunderbaren Begleiter bietet, ein eigenes Glücksprojekt zu kreieren. Dafür bietet das Buch selber auch gleich Platz, denn Gretchen stellt mit ihrem Buch nicht den Anspruch, für jeden Einzelnen das eine „Allheilmittel“ gegen Unglück zu liefern.
Viel mehr verdeutlicht sie, dass jeder seine eigenen Bereiche hat, die ihn glücklich machen.
Und das sich das Leben nur verändern lässt, wenn man etwas daran verändert.

Schön fand ich auch die realistische Sicht- und Herangehensweise der Autorin, nicht das ganze Leben dramatisch auf den Kopf stellen zu wollen*. Vielmehr hat sie sich viele kleine Veränderungen überlegt, die wirklich etwas bewirkten:
Es ist wichtiger, was du täglich tust, als was du ab und zu tust“.

Nach 6 Monaten im laufenden Jahr und wahrscheinlich etlichen auf der Strecke gebliebenen Neujahrszielen das Buch, was sich entspannt im Urlaub fern ab von alltäglichen Verpflichtungen lesen lässt und zu neuen, realistischen und (pseudowissenschaftlich) messbaren (inkl. Gebrauchsanweisung) Zielen führen kann.

Ihr Buch „Das Happiness Projekt“ gibt es auch auf Deutsch sowie als deutsches Hörbuch (gelesen von Désirée Nosbusch und sehr angenehm im Ohr). Ich selber höre mir das Hörbuch in unregelmäßigen Abständen immer wieder an.

Zum Weiterlesen:

Ein Resultat von Gretchen Rubins Experiments ist nicht nur ihr Buch, welches mittlerweile ein Bestseller ist, sondern auch ihr Blog, den sie während ihres Versuchs als eine Aufgabe gestartet hat. Dort schreibt sie noch immer fast täglich (auf Englisch) über ihre weiterführenden Recherchen zum Thema „Glück“ und man findet dort auch ihre neue wöchentliche Podcastserie „Happier with Gretchen Rubin Podcasts“, die sie zusammen mit ihrer Schwester aufnimmt. Natürlich ist Gretchen auch auf YouTube zu finden, wo sie zzt. viel über das Thema ihres neuen Buches spricht: Gewohnheiten (und wie man sie (wirklich) ändert)..

Benjamin Franklin  (1706 – 1790; einer der  Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, Erfinder des Blitzableiters und Gründer der ersten Leihbücherei in Amerika! ;) ) hat sich im Alter von 20 Jahren einen Katalog mit 13 Tugenden (The Thirteen Virtues of Benjamin Franklin) erstellt, mittels derer er ein „besserer Mensch“ werden wollte.
Seine Tugenden und das Tabellen-System, mit dem er seine Fortschritte festhielt, dienten Gretchen als Anregung. Ihr findet darüber einiges mittels der guten alten Google Suche, wie zum Beispiel hier.

Elizabeth Gilbert und ihren Reisebericht kennen vielleicht auch einige, entweder aus ihrem Buch oder dem gleichnamigen Film „Eat Pray Love“ (mit dem Untertitel der deutschen Ausgabe: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien).
Für die, die es dann doch „dramatischer“, komplett auf den Kopf gestellt und nicht zu Hause wollen. ;)

Ein bisschen kleiner, aber genauso herrlich ehrlich wie bei Gretchen Rubin, geht es jeden Monat in den Beiträgen von Catherine über ihre „Top 3 Ziele im Monat“ (My Top 3 Goals For…) (auf Englisch) zu.
In ihnen berichtet sie nicht nur über ihre gesteckten Ziele, sondern im Folgemonat auch über ihren Erfolg oder Misserfolg bei der Zielerreichung. (Und nicht nur wegen dieser Beiträge lohnt sich ein Besuch auf ihrem super hübschen Blog The Blissful Mind.)

Zwar auf etwas andere Art und Weise und mit einem eher anderen Kontexte geht es allerdings auch in dem Film „My Stuff“ (Originaltitel: „Tavarataivas“) von und über den jungen Finnen Petri Luukkainen um die Suche nach dem Glück, und darum möchte ich euch diesen Tipp hier nicht vorenthalten.
Petri setzt nach einer gescheiterten Beziehung sein Leben zurück auf Null und will durch (Konsum)Verzicht im Rahmen eines ziemlich drastischen Experiments (bei dem auch ein großer Lagerraum eine Rolle spielt) herausfinden, was ihn wirklich glücklich macht.

 „Tue Gutes, dann fühlst du dich gut.

Kennt ihr das Buch? Habt ihr selber schon mal eine Art „Glücksprojekt“ kreiert, ausprobiert, mitgemacht…?

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6 Comments

  • Reply
    Catherine
    23. Juni 2015 at 0:13

    Thank you so much for mentioning me! :D I’ve heard of this book a lot, but I’ve never actually picked it up to read. I think I will have to now!

    • Reply
      The Organized Cardigan
      24. Juni 2015 at 20:27

      Hey, thank you for your visit and comment!! :) ♡ Please let me know how you like it, I can imagine you’ll like it :)

  • Reply
    Nicole
    23. Juni 2015 at 16:51

    Ich hatte das Buch damals mal angelesen, aber bin nie so richtig weit gekommen. Und zu Deiner Frage: Ein spezielles „Glücksprojekt“ habe ich nicht, aber BUGfixing würde irgendwie auch als „Ich-helfe-dem-Glücklichsein-auf-die-Sprünge“-Projekt durchgehen. ;-)

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Reply
      The Organized Cardigan
      24. Juni 2015 at 20:37

      Dein BUGfixing geht auf jeden Fall durch! :) Wo bist du denn im Buch stecken geblieben oder was hat dir nicht gefallen/gefehlt?
      ♡ an dich :)

  • Reply
    Bettina
    3. Februar 2017 at 21:39

    Hallo, bin durch Zufall auf deinen Eintrag gestoßen und habe mir das Buch gleich gekauft. Hat mir sehr gut gefallen, danke für den Tipp :-)

    • Reply
      Sunray
      8. Februar 2017 at 15:31

      Sehr gern liebe Bettina! Wie gefällt es dir bis jetzt? Liebe Grüße, Sunray

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