How to Build Your Capsule Wardrobe – Part I

Vor ein paar Wochen habe ich auf sechs Monate fast ohne Shopping und einen Winter mit meinen ersten Schritten im Project 333 zurück geschaut. Nun steht hoffentlich bald der Frühling vor der Tür und bis dahin möchte ich gerne meinen Kleiderschrankinhalt frühlings- und sommertauglich bekommen.

Seit meinem Rückblicksbeitrag war ich daher schon etwas fleißig, habe aussortiert und meine neue Frühlings und Sommer Capsule Wardrobe geplant.
Damit wir gemeinsam startklar für den Frühling sind, berichte ich euch heute, nach welchen Kriterien ich ausgemistet und damit meine Grundlage für meine neue Garderobe geschaffen habe.

How to build your Capsule Wardrobe Collection Part I by TOC

Schritt #1: Überblick verschaffen und Sortieren

Als erstes bin ich alle Kleidungsstücke durchgegangen und habe versucht, ganz ehrlich folgende Fragen zu beantworten:

Was habe ich oft getragen? Warum?
Was habe ich nicht oder wenig getragen? Warum nicht?

Meine Antworten auf diese Fragen findest du in meinem Rückblick. Ich finde es hilfreich, die Kleidungsstücke auch gleich entsprechend der zwei Kategorien zu sortieren, so bekomme ich einen noch besseren Überblick.
(Bei der Gelegenheit kann man auch gleich mal den Kleiderschrank einem kleinen Frühjahrsputz unterziehen. ;) )

Da ich alle meine Kleidungsstücke für meinen Beitrag „Project 333 fall/winter/spring wardrobe – the pictures!“ fotografiert habe, konnte ich auch die Möglichkeit nutzen, mir anhand dieser Fotocollage einen Überblick über alle Kleidungsstücke gleichzeitig zu verschaffen.
Das Fotografieren hat gar nicht so extrem lange gedauert, wie ich es anfangs befürchtet hatte. Ich werde meine Fotos außerdem weiterhin für meine zukünftige Garderobenplanung nutzen, so dass sich der Aufwand für mich auf jeden Fall gelohnt hat. Vielleicht ist das ja auch eine Idee für euch?

Eine zusätzliche Idee, wann es hilfreich sein kann, Kleidungsstücke zu fotografieren, stellt Sabine auf ihrem Blog organisation-mit-sabine.de vor: Mittels eines „Was-soll-ich-anziehen-Katalogs“ verliert sie nie den Überblick über ihre Kleidungsstücke, deren Kombinationsmöglichkeiten und auch für den Umgang mit „heiklen“ Teilen bietet dieser Katalog eine Lösung.

Schritt #2: Ganz trennen oder temporär trennen

Meine zwei Stapel (oft getragen vs. nicht so oft getragen) aus Schritt #1 gehe ich nun noch mal anhand dieser Fragen durch:

Was darf ein neues Zuhause bekommen?
Was darf bei mir im Schrank bis zur nächsten Saison wohnen?

Ganz sortiere ich die Sachen aus, die mir nicht mehr passen, die kaputt und irreparabel sind oder „isolierte Einzelteile“, zu denen partout Nichts passt und ich erst etwas passendes Neues kaufen müsste.
Die Sachen, die ich zwar generell oft und gerne trage, die aber nicht zur kommenden Jahreszeit passen, packe ich erstmal weg, d. h., ich sortiere / lagere sie nur temporär aus.

Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, die temporär einzulagernden Teile in einer extra Aufbewahrung zu verstauen, in Boxen unter dem Bett oder auf dem Kleiderschrank, in einer extra Kommode, im Keller oder auf dem Dachboden etc.?
Ich habe mittlerweile eine Schublade in meinem Kleiderschrank frei, in der ich meine saisonal nicht aktuellen Sachen aufbewahre. So entsteht nicht das Gefühl „voller Kleiderschrank und trotzdem Nichts anzuziehen“.

Und hier ist meine Liste mit den Sachen, von denen ich mich ganz trenne:

– Dem kobaltblauen und dem roten Pullover mit den Knopfzierleisten an den Ärmeln, die ich gar nicht getragen habe bzw. nur dann, wenn ich nichts anderes mehr zum anziehen hatte,
– meinem Batik-Hemd; irgendwie bin ich nicht „Batik“ und darum hatte ich es selten an
– und meinem schwarzen T-Shirt mit dem Perlenkragen: 1. super selten getragen und 2. hat es ein Loch (wovon eigentlich, wenn ich es so selten getragen habe?!).
– Auch von meiner dunkelgraue „Jeggings“ trenne ich mich: Das linke Hosenbein verdreht sich ständig. Erst wollte ich daran herum schneidern und schauen, ob ich das Problem beheben kann. Letztlich habe ich mich dagegen entschieden und sie ganz aussortiert.

Ob ich mich von meinen Ringelpulli trenne(n) muss, steht noch nicht ganz fest: Er hat hinten ein Loch (wo kommen die alle auf einmal her?!) und ich muss schauen (und hoffen), ob (dass) ich ihn wieder repariert bekomme.

Temporär trenne ich mich von folgenden Kleidungsstücken, die ich saisonal einlagere:

– Natürlich erst Mal von meinen Wintermantel, meinen Mützen, Handschuhen und auch meinen Stulpen. Warum meine Stulpen, wenn ich sie so selten getragen habe? Ich will sie zum nächsten Winter versuchen enger zu nähen oder mit einem Gummi so DIY-mäßig anzupassen, dass sie nicht mehr rutschen und wir es nächsten Winter noch mal miteinander probieren können.
– Außerdem packe ich zum Überwintern meine dunklen Röcke und Longsleeves, meine langärmligen Kleider sowie meine zwei schwarzen Pullis und meine dicke rote Strickjacke weg.

Nicht getrennt, aber andere Funktionen zugeordnet:
Mein rotes Longsleeve ist zu einem Teil eines Schlafanzuges geworden und meine Kapuzenjacke trage ich nur zu Hause, darum zähle ich die beiden Sachen nun aus meiner „Capsule Wardrobe“ raus.

Nachhaltig trennen:
Für Pullover und Hemd habe ich schon eine Suchanzeige für ein neues Zuhause geschaltet und in einen Termin im Secondhand Laden vereinbart (da ich davon ausgehe, dass die Chancen dort höher stehen. Aber Versuch macht kluchg).

Nach den Schritten #1 und #2 müsstet ihr nun nur noch Sachen im Kleiderschrank haben, die ihr 1. gerne und oft tragt und die 2. zur kommenden Jahreszeit passen.

Wer jetzt noch immer einen „gefühlt zu vollen“ Kleiderschrank hat oder aber das Thema Ausmisten mal „wissenschaftlich“ ;) angehen möchte, für den stelle ich im nächsten Beitrag eine Methode vor, mit der ihr auch euren letzten „LadenSchrankhütern“ auf die Schliche kommen könnt.

Danach haben wir uns mit den Schritten #1 und #2 und sogar „wissenschaftlich“ eine gute Grundlage geschaffen, auf der wir dann im übernächsten Beitrag aufbauen können:
In Schritt #3 planen wir unsere Frühlings- und Sommergarderobe neu und wie versprochen stelle ich euch dazu den Free Wardrobe Planner von Caroline von un-fancy vor, bevor wir uns in Schritt #4 endlich dann auch dem Shopping inkl. Shopping-Alternativen widmen! :)

Jetzt wünsche ich euch aber erst ein Mal viel Spaß beim aussortieren! :)

Wie viele Lieblingsteile befinden sich nach eurer Aussortieraktion noch in eurem Kleiderschrank? Habt ihr schon mal eure Klamotten für den besseren Überblick fotografiert oder nutzt ihr vielleicht sogar eine App dazu?

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8 Comments

  • Reply
    Nina
    6. April 2015 at 11:55

    das ist eine schöne Idee! Ich habe erst neulich ganz schön viel aussortiert, ausgemistet, verschenkt. Bei mir muss jetzt tatsächlich erstmal neues her sonst hab ich ein Problem…:0)) Hab einen schönen Tag, Nina

    • Reply
      The Organized Cardigan
      9. April 2015 at 7:50

      Hallo liebe Nina!
      Vielen Dank, ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefällt! Zum Thema „Neuanschaffungen“ wird es auch noch einen Beitrag geben, so in ca. 2 Wochen. Vielleicht kannst du den ja auch noch gut nutzen!
      Hab du noch eine schöne Restwoche! Liebe Grüße zurück! Sunray

  • Reply
    Organisation mit Sabine
    7. April 2015 at 9:25

    Ordnung im Kleiderschrank ist ein ewiges Thema. Da habe ich meinen endlich sortiert (und alles fotografiert), dann kommt meine Tochter und weiß nicht was sie anziehen soll … Also raus mit dem Fotoapparat ;-)

    Nur gut, dass es nicht nur mir so geht. Vielen Dank.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Reply
      The Organized Cardigan
      9. April 2015 at 7:52

      Hallo liebe Sabine!
      Ja, erstaunlich, oder? Das wir uns da so ewig mit beschäftigen können… Grade gestern habe ich wieder an der Sortierung des Innenlebens meines Kleiderschranks gewerkelt. Mein Mann meinte nur:“Na, sortierst du wieder die Weltordnung neu?“ ;D
      Bald werde ich auch wieder zum Fotoapparat greifen! Yay! :)
      Liebe Grüße zurück und viele Grüße an deine Tochter unbekannter Weise! :)
      Sunray

  • Reply
    Der fremde Mann in meinem Kleiderschrank – “wissenschaftlich” Klamotten aussortieren mit Herrn Pareto | The Organized Cardigan
    12. April 2015 at 8:38

    […] letzten Beitrag haben wir mit den ersten Vorbereitungen für die Planung unserer kommenden Frühlings und Sommer Capsule Wardrobe bego…. Wir haben unseren Kleiderschrank aufgeräumt, uns einen Überblick über unsere Bekleidung […]

  • Reply
    How to Build Your Capsule Wardrobe – Teil II | The Organized Cardigan
    19. April 2015 at 8:50

    […] #1: Überblick verschaffen und Sortieren und #2: Ganz trennen oder temporär trennen aus dem ersten Beitrag meiner Serie geht es heute mit Schritt #3 nun um die Planung eurer neuen Garderobe für die kommende […]

  • Reply
    Anneke
    12. Juni 2015 at 10:26

    Hej!
    Sag mal: Kann man Dich eigentlich für eine (persönliche) Beratung buchen? Ist ganz ernst gemeint!
    LG

    • Reply
      The Organized Cardigan
      12. Juni 2015 at 19:21

      Uff, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber: Klar! :)

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