4 QuickTipps die den Alltag leichter machen

Manchmal müssen es keine teuren Extra-Anschaffungen oder umständlichen Lösungen sein, wenn sich im Alltag mal wieder ein kniffliger Fehler eingeschlichen hat, und kein McGyver weit und breit zu sehen ist, der ihn beheben könnte. Schon als Kind fand ich es faszinierend, mit welch simplen Mitteln wie Kaugummipapier, Büroklammer oder Seife McGyver im Fernsehen die Welt gerettet hat (naja, oder so ähnlich ;) ).
Noch immer kann ich mich für kleine „Life Hacks“ – kleine „Tricks“, die das Leben leichter machen – begeistern und ein paar von ihnen möchte ich heute mit euch teilen.

QuickTipps

QuickTipp #1: Büroklammer zur Tesafilmrolle: „Lass los!“

Tesafilm und Büroklammer

Wahrscheinlich lebt bei euch im Haushalt auch eine: eine Rolle Tesafilm. Ohne Abroller, weil: wo auch noch den Abroller verstauen, geht doch auch so. Aber spätestens, wenn wir dann wieder unpassender Weise zu kurze Fingernägel haben, die Brille nicht zu finden ist und die Klebestreifen sich partout nicht von einander lösen wollen… dann, ja dann hätten wir gerne eine einfache Lösung. Nach Jahren des Pulens ist mir irgendwann einmal die Idee gekommen, unter den Anfang des Klebestreifens einfach eine Büroklammer zu kleben. So habe ich eine bessere Angriffsfläche Greiffläche, mit der sich wunderbar einfach und schnell der Tesafilmstreifen auch ohne platzbenötigenden Abroller lösen lässt. :)

QuickTipp #2: Jutebeutel = guter Wäschebeutel

Jutebeutel als Wäschebeutel

Hände hoch, wer hat einen Jutebeutel zu Hause? Das dachte ich mir. ;) Also: Wir alle haben mindestens einen ( ;) ), transportieren damit Lebensmittel, Altglas oder Pfandflaschen durch die Gegend und somit bedürfen auch unsere Jutebeutel ab und an einer Wäsche. Warum nicht gleich die Gunst der Stunde nutzen, und dem Beutel einen weiteren Verwendungszweck geben? Jutebeutel machen sich in meiner Waschmaschine optimal als Wäschenetzersatz, in dem Empfindliches im Schleudergang geschont wird, die Schuhe darin nicht durch die Maschine poltern oder die Borsten der Haarbürsten nicht zu sehr leiden. Außerdem spart ihr die Kosten für ein extra Wäschenetz, was ihr außerdem auch noch irgendwo aufbewahren müsstet.

QuickTipp #3: Hosenbeine hoch!

Hosenbeine hoch

Im Zuge meiner Project 333 Challenge hatte ich nach dem Klamottenaussortieren so viel Platz in meinem Kleiderschrank, dass ich alle meine Kleidungsstücke auf (bereits vorhandene) Kleiderbügel aufhängen konnte, was mir einen guten Überblick über alles verschafft. Für meine Hosen besaß ich sogar richtige Hosenbügel. Jedoch stieß ich auf das Problem, dass die Beine meiner Hosen zu lang waren und unschön auf dem Einlegeboden unter ihnen schleiften. Den Kleiderschrank umbauen kam nicht in Frage, die Einteilung war ansonsten optimal für mich. Außerdem gab der Schrank auch nicht genügend Platz zum Umbauen her, die Kleiderstange konnte ich weder nach oben, noch den Einlegeboden nach unten versetzen.
Es musste also eine andere Lösung her und voilá: Kann ich nach unten hin nicht verlängern, muss ich nach oben eben verkürzen!
Drastisches Hosenbeine-Abschneiden ist allerdings nicht nötig, und Shorts im Winter sind nicht unbedingt die beste Wärmequelle. Es reicht vollkommen, die Hosenbeine einfach nach oben zu klappen und ebenso wie den Hosenbund mit den Klammern vom Bügel zu befestigen.

QuickTipp #4: Kleb dir einen, damit du den nächsten Termin nicht vergisst

Terminerinnerung

Macht ihr wahrscheinlich eh schon alle, der Vollständigkeit halber nehme ich diesen Tipp trotzdem hier mit auf. Die meisten Arztbesuche sind hoffentlich und wahrscheinlich die Kontrollbesuche, wie zum Beispiel beim Zahnarzt, die man in der Regel einmal im Jahr hat.
Ein Jahr kann für unser Gedächtnis ohne Erinnerungshilfe ziemlich lang werden. Dann ist auch schon ein neues Jahr, der alte Kalender weggeworfen, wann war noch mal der letzte Termin? Darum habe ich mir angewöhnt, auf einem Klebezettel zu notieren, wann (also in welchem Monat) ich den nächsten Termin wahrnehmen sollte (ergänzend kann man auch noch notieren, wann der letzte Termin war.) Dieses Zettelchen klebe ich dann in meinen Kalender an die Stelle / an den Zeitpunkt, wo ich wieder beim Arzt anrufen und diesen neuen Termin vereinbaren muss (Vorlaufzeiten für Arzttermine beachten!).
Das entlastet mein Gedächtnis, ich werde rechtzeitig daran erinnert und – um mal beim Beispiel Zahnarzttermin zu bleiben – es entsteht nicht aus Versehen eine Lücke im Bonusheft, die einen bei einer Kostenerstattung teuer zu stehen kommen kann.

Wahrscheinlich werden wir mit diesen vier Tricks nicht die Welt retten, vielleicht uns aber vor mancher Verzweiflungstat, groß angelegten Umbauaktion oder dem Bankrott bewahren. ;)
Auf jeden Fall hoffe ich, dass der ein oder andere Tipp für euch hilfreich ist und / oder euch auf den Geschmack gebracht hat, selber kleine Alltags“fehler“ aus der Welt zu McGyvern.

Vielleicht habt ihr selber ja schon kleine „Life Hacks“ erfunden, die das Leben leichter machen und die ihr hier mit uns teilen wollt? Sucht ihr vielleicht sogar gezielt irgendwo nach kreativen Lösungen, wenn etwas nicht so will wie es soll? Oder kennt ihr gute Seiten im Internet, Bücher oder Apps, wo all die kleinen (oder großen) Lösungen bereits gesammelt sind?

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12 Comments

  • Reply
    Anneke
    9. März 2015 at 11:48

    ;-) Ich fühle mich gerade so unkreativ ;-)
    Schon immer ärgere ich mich blöde über blödes Tesa, das so blöde an sich selber klebt. Man pult und pult und bekommt dann nur eine Seite ab, der Streifen trennt sich und … naja. Oft falte ich das Tesa am Streifenende (nach dem Benutzen), so dass es ganz am Ende nicht klebt. Dann muss man zwar nicht immer pulen, aber dieses gefaltete Stück umständlich abschneiden…
    Danke, für Deine Kreativität, ich probier das mal mit der Büroklammer und wünsche Dir einen sonnigen Tag!

    • Reply
      The Organized Cardigan
      16. März 2015 at 17:28

      Meine liebe kreative Anneke! ;) Ja, Tesa ist wirklich gemein, oder? Und wenn man es dann ab hat, flutscht es wieder zurück und das ganze geht von vorne los ;) Viel Spaß beim nicht mehr pulen müssen! Liebe Grüße zurück und entschuldige die späte Antwort! Sunray

  • Reply
    Organisation mit Sabine
    9. März 2015 at 16:33

    Vielen Dank für deine Tipps. Ich liebe Life-Hacks.

    Viele tolle Tipps zu diesem Thema sind im Buch „Trick 17“ versammelt. Dazu gibt es auch regelmäßig Podcasts von den beiden Autoren. Ich habe das Buch hier rezensiert: http://www.organisation-mit-sabine.de/2014/12/07/buchtipp-trick-17-365-geniale-alltagstipps/.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Reply
      The Organized Cardigan
      16. März 2015 at 17:26

      Liebe Sabine, entschuldige, ich bin etwas spät mit Antworten. Vielen LIeben Dank für dein Kommentar und deinen Buchtipp! Den muss ich mir dringend in einer ruhigen Minute anschauen!
      Liebe Grüße, Sunray

  • Reply
    Julia
    21. März 2015 at 8:27

    Das mit den Hosenbeinen ist ja super. Immer nervt es mich, dass meine Hosen entweder zu lang sind, wenn sie im Schrank hängen, oder gefaltet im Regal liegen und Falten bekommen…. dabei wäre es ja so einfach…. haha!

    Vielen Dank fürs teilen und ein schönes Wochenende!
    LG
    Julia

    • Reply
      The Organized Cardigan
      24. März 2015 at 14:45

      Hallo liebe Julia!
      Ja, manchmal…Brett..Kopf. Geht uns allen so ;) Ich freue mich, dass du meinen Tipp gut gebrauchen kannst!
      Ich wünsche dir eine schöne Woche!
      LG, Sunray
      PS: Einen schönen Blog hast! :)

  • Reply
    Sylvie
    16. Juni 2015 at 9:32

    Was für eine coole Idee, die Jutebeutel als Wäschenetz zu verwenden! Das werde ich jetzt sicherlich nachmachen. Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße, Sylvie

    • Reply
      The Organized Cardigan
      16. Juni 2015 at 9:44

      Hallo Sylvie, das freut mich! Gerne und danke dir für deine Rückmeldung! :)

  • Reply
    Anja
    24. Februar 2016 at 2:03

    Ich hab die tollen ganz flachen Bügel von Ikea. Da häng ich auf die Querstange auch Jeans. Bei deiner Methode bräuchte ich Hosenbügel, die mir viel zu viel Platz wegnehmen mit den Klammern und ich mag die Abdrücke am Saum nicht.

    Ich falte die Jeans also einmal längs, das halt die Beine aufeinander liegen. Dann drittel ich die Hosen in der Länge. Der obere Teil ist ja der schwerste und beim halbieren würde die Hose einfach zu der Seite runter rutschen. Mit den unteren zwei Drittel gleicht sich das perfekt aus. Damit das hält, klemme ich den Saum quasi mit dem Eigengewicht der Hose fest. Also der Saum und darüber gelappt das obere Drittel der Hose auf der einen Bügelseite, der Rest auf der anderen. Und es gibt keinen fiesen Knick knapp überm Knie(deswegen lager ich die nicht mehr liegend, da drücken die oberen Hosen immer Knickfalten in die unteren), weil der Knick ja frei baumelt.

    Und da ich extralange Hosen brauche, kommt das so mit der Länge auch besser hin

    • Reply
      The Organized Cardigan
      25. Februar 2016 at 8:38

      Hallo Anja,
      ich hatte auch gedacht, dass ich Abdrücke von den Klammern der Bügel auf den Sachen habe, hat sich dann wieder Erwarten aber nicht bewahrheitet, darum konnte ich meine Idee auch an euch weiter geben. :) Für die Bügel habe ich mich schlicht aus dem Grund entschieden, weil ich keine anderen hatte und auch keine neuen kaufen wollte.
      Von daher: Vielen Dank für dein Kommentar und eine weitere individuelle Möglichkeit, seine Hosen zu verstauen! :)

      Viele Grüße
      Sunray

  • Reply
    Anja
    24. Februar 2016 at 2:12

    Achja: ich hab von Tesa einen Abroller, der dafür gedacht ist, ihn wie einen Fingerring zu tragen beim Geschenke einpacken zB. Der ist Gold wert! Kaum größer, als die Rolle selbst, mit diesem Abschneidezähnchenteil und man hat immer den Anfang

    Und Arzttermine, die regelmäßig dran sind, vereinbare ich direkt beim Mal davor. Wenn ich dann irgendwann zwei Wochen vorher oder so einen anderen, unverschiebbaren Termin da machen muss, ist das beim Arzt eigentlich klein Problem,cda man ha einen anderen Termin frei gibt, also den ursprünglichen. Dann ist das meist kein Problem. Termine, die im nächsten Jahr liegen, trage ich gesammelt am 31.12. ein. Dann seh ich auf einen Blick, ob sich da der Zahnarzt und der Frauenarzt in’s Gehege kommen… Meist setz ich mich nach Weihnachten hin und übertrag die Termine kurz. Sind selten mehr als zehn, also kein großer Akt. Besser als irgendwelche Post Its mit so unnötigen ABMs wie „Termin machen“

    • Reply
      The Organized Cardigan
      25. Februar 2016 at 8:40

      Das mit dem Ringabroller hört sich interessant an! Da werde ich mal nach schauen, danke für den Tipp. :)

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