Clean Desk Policy – Die Vorteile eines aufgeräumten Arbeitsplatzes

Das Prinzip – oder Konzept – der „Clean Desk Policy“ kenne ich ursprünglich aus der Arbeitswelt.
Das Ziel eines immer aufgeräumten Schreibtischs oder Arbeitsplatzes kann unterschiedlich sein: Datenschutz; Effizienzsteigerung durch die Verminderung von Ablenkung; flexible Arbeitsplätze bzw. Arbeitsplatzsharing; in anderen Bereichen wie Küche oder Werkstatt kann es vielleicht auch der Vermeidung von Arbeitsunfällen dienen…

In manchen Bereich unsere Lebens erwarte ich unbewusst sogar einen aufgeräumten Arbeitsplatz:

beim Bäcker oder im Restaurant zeugt es für mich von Sauberkeit.

Beim Arzt ist es für mich zusätzlich auch ein Datenschutzthema: Wer möchte schon gerne seine Patientenakte offen sichtbar für andere wartende Patienten rumliegen sehen? In Banken oder Ämtern vermittelt mir ein Ansprechpartner hinter einem aufgeräumten Schreibtisch persönlich erstmal einen kompetenteren Eindruck, als jemand hinter einem unordentlichen Schreibtisch, auf dem sich der eigene „Halter“ ;) nicht zu Recht findet.

Nicht nur auf der Arbeit, auch zu Hause mag ich diese Ordnung und Reduzierung auf das Notwendigste auf (Arbeits)flächen.

Die Vorteile eines aufgeräumten Arbeitsplatzes - Clean Desk Policy

Clean Desk Policy – Die Vorteile eines aufgeräumten Arbeitsplatzes

Freie Tische oder eine freie Arbeitsfläche in der Küche vermitteln mir die Möglichkeit, gleich mit etwas loslegen zu können, wenn mir etwas in den Sinn kommt:
Ich muss nicht erst noch dreckiges Geschirr wegräumen, wenn ich etwas kochen möchte.
Ich muss nicht erst den Tisch von Unterlagen befreien, wenn ich Essen möchte.

Dies empfinde ich auch für mich als Gastgeberin und spontanen Essensgästen gegenüber als wesentlich angenehmer.

Vollgeräumte Fensterbänke dienen mir nicht mehr als Ausrede, die Fenster nicht putzen zu können ;)
Ja: freie Flächen erleichtern mir auch, meinen faulen Schweinehund auszutricksen und Dinge schnell und „schmerzlos“ erledigen zu können. Staubwischen zum Beispiel. Urgs.

Das gleiche gilt auch für den Fußboden. Staubsaugen geht mir leichter von der Hand, wenn ich nicht erst unter lauter herumliegenden oder -stehenden Sachen nach dem Fußboden suchen muss.

Als zwei praktikable Maßnahmen gegen das zu“müllen“ von Arbeitsflächen habe ich für mich Schubladen (im Eß- und Wohnzimmertisch) sowie Tabletts gefunden.

Clean Desk Policy Collage

In Schubladen kann ich schnell Dinge verschwinden lassen, die ich zwar oft an dem Platz brauche, aber nicht ständig rumliegen haben bzw. sehen will: Fernbedienungen, Stifte, Tischsets, Taschentücher, Ladekabel… oder SÜßIGKEITEN! ;)

Tabletts bieten mir die Möglichkeit, Dingen einen begrenzten Raum zu zuweisen und sie so zu bündeln. Das sieht ruhiger aus und ein Tablett kann ich schneller und einfacher bei Seite räumen, als all die Einzelteile, die ich darauf „aufbewahre“.

Ein weiterer Grund für meine Clean Desk Policy ist: Ein ruhiges und ordentliches Umfeld wirkt sich ebenso positiv auf mein Inneres aus. Nichts lenkt mich ab, und schon gar nicht „noch zu Erledigendes“, wie dreckiges Geschirr oder Ähnliches…

Für mich ein herrlich beruhigendes Gefühl, welches ich mir einfach selber vermitteln kann.

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9 Comments

  • Reply
    Oliver Tacke
    6. November 2014 at 21:17

    Zu aufgeräumte Wohnungen haben für mich etwas Ungemütliches.

  • Reply
    The Organized Cardigan
    7. November 2014 at 20:09

    Hallo Olli, meinst du, wenn sie so aufgeräumt sind, dass die „Persönlichkeit“ fehlt?

    • Reply
      Oliver Tacke
      7. November 2014 at 20:20

      Nö. Wirkt auf mich einfach ungemütlich. Ohne tiefere Botschaft oder ausgefeilte Analyse. Bauchgefühl.

      • Reply
        The Organized Cardigan
        7. November 2014 at 20:31

        Das Bauchgefühl sollte stimmen :)

        • Reply
          Ines
          23. November 2014 at 18:30

          Dass „zu aufgeräumte“ Wohnung ungemütlich wirken können, finde ich auch. Gerade wenn dann vieles oder sogar alles in weiß gehalten ist, wirkt es schnell steril. Hauptsache ist aber, dass man sich mit und in seiner eigenen Wohnung wohlfühlt (meiner Ansicht nach zumindest). Und auch sehr ordentliche Wohnungen können gemütlich sein!
          Außerdem ist Ordnung gut für den Kopf und reduziert den Stress, besonders wenn man schnell los muss. ;)

  • Reply
    Esther Stoll
    9. November 2014 at 15:55

    Sunny! Was für ein schöner Blog!
    Und ja, mir geht´s wie Dir. Ich mag´s auch lieber aufgeräumt (wobei man das meinem Schreibtisch nicht unbedingt ansieht :-)). Vor allem das abendliche Küche aufräumen, damit man morgens nicht im Chaos steht, kommt mir sehr bekannt vor.
    Allerdings sehen mein Mann und meine Tochter das manchmal etwas anders :-) Naja, man kann nicht alles haben :-)
    Ganz liebe Güße!

    • Reply
      The Organized Cardigan
      9. November 2014 at 19:43

      Ouh, vielen lieben Dank für das Kompliment, das freut mich sehr! :)
      Ich mag es morgens auch überhaupt nicht, schon im Chaos aufzuwachen. Außerdem empfinde ich das abendliche Aufräumen auch noch mal richtig als Tagesabschluss, womit ich den Tag komplett und beruhigt abschließen kann und mich keine „losen Enden“ mit in´s Bett begleiten. ;)
      „Steter Tropfen höhlt den Stein!“ ;)
      Ganz liebe Grüße zurück!

  • Reply
    Oliver Tacke
    4. Dezember 2014 at 23:03

    Bin im Internet gerade über ein Zitat gestolpert, das so schön hierher passt :-)

    Durch Tetris habe ich gelernt: Wenn ich zu ordentlich aufräume, verschwinden meine Sachen. Sofatutor

    • Reply
      The Organized Cardigan
      5. Dezember 2014 at 11:51

      Tetris habe ich geliebt!! ;)

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