Achtung, Achtung: Sie verlassen jetzt ihre Komfortzone!

 

 (Dear reader, at the end of this post you will find a short translation in English.)

Bis vor kurzem dachte ich, die „Komfortzone“ wäre die Verhaltens-Zone im Leben, die zufrieden macht. Außerhalb dieser Komfortzone würden lauter Sachen lauern, die man/frau nicht mag. Zum Beispiel: Nein-Sagen, um Hilfe bitten, mit dem Rad im Regen zur Arbeit fahren, die eigenen Bedürfnisse kundtun oder sie gar durchsetzen wollen.

Die Liste ließe sich noch fortführen und ich bin mir sicher: viele haben so eine Liste. ;)

Und wie das mit Dingen ist, die man/frau nicht mag: sie werden gemieden, so gut es eben geht. Es wird lieber nichts gesagt, statt „Nein“. Man/frau sucht lieber selber stundenlang nach Lösungen, statt andere zu fragen. Es wird Geld für Busfahrkarten ausgegeben, obwohl die Regenbekleidung zu Hause liegt und auch schon Geld gekostet hat.

Vor kurzem ist mir klar geworden: Eine Komfortzone ist manchmal überhaupt nicht komfortabel. In ihr ist es höchstens nicht so schlimm, wie man/frau es draußen vermutet. Aber „weniger schlimm“ ist und bleibt eben noch immer „schlimm“.

Außerhalb der vermeintlichen „Komfort“zone hingegen ist manchmal echter Komfort zu finden: den eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden und sich gut zu fühlen. „Nein“-Sagen und pünktlich den Feierabend mit der Familie verbringen. Andere um Hilfe bitten und Freundschaft erfahren. Mut haben, den Mund aufzumachen und gehört zu werden. Neues ausprobieren und eine neue Leidenschaft entdecken.

Der Weg aus der Komfortzone heraus kann einem/r dabei im ersten Moment als unüberwindbare Hürde erscheinen. Vielleicht geht es sich beim ersten und zweiten Mal auch eher holprig auf diesem Weg und fühlt sich zu Recht ungewohnt an. Aber „ungewohnt“ muss nicht „schlimm“ sein. Übung macht den Meister. So können aus neuen Pfaden irgendwann gepflasterte Wege werden, auf denen es sich 1. Klasse durch die Welt reisen lässt, denn:
„Life begins where your comfort zone ends.“ (Neale Donald Walsch). Oder anders ausgedrückt:

„If you always do what you’ve always done, you’ll always get what you’ve always got.“
(Henry Ford)

PS: …nur der Regen bleibt trotzdem weiterhin nass. ;)

Caution: You are now leaving your comfort zone!

Until recently, I thought the „comfort zone“ would be the behavioral zone in life that makes happy. Outside this comfort zone things lurk you don´t like. For example: say no, ask for help, cycle to work while it rains, express your own needs and enforce them.

And everybody knows: You avoid all these things you don´t really like. You don´t say anything instead  of „No“. You prefer looking for solutions by yourself for hours, instead of asking others. You spent money on bus tickets, although the rain clothing is at home and has already cost money.

Recently I realized: Sometimes a comfort zone is not really comfortable. Inside this zone it is not as bad as you suspect it outside. But „less bad“ still is and remains „bad“.

Outside the „comfort“ zone, however, sometimes you will find real comfort: realize your own needs and feel good. Say „No“ and spend time with your family after work. Ask others for help and gain new friends. Have courage to speak up and be heard. Try something new and discover a new passion.

The way out of the comfort zone can appear as an insurmountable obstacle at first. Maybe it feels rather bumpy and unfamiliar on this new way for the first and second time. But „unusual“ must not be „bad“. Practice makes perfect. Some day, new trails eventually change into paved ways, on which you can travel around the world first class, because: „Life begins where your comfort zone ends.“ (Neale Donald Walsch). Or in other words:

„If you always do what you’ve always done, you’ll always get what you’ve always got.“
(Henry Ford)

(Please note: I´m not an English native speaker; so please excuse, if my translation isn´t the best one and let me know, if I can express myself better. Thanks!)

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8 Comments

  • Reply
    Anneke
    10. November 2014 at 12:20

    Sehr wahr!!
    Und diese Zone zu verlassen macht glücklich! Ich lebe im Ausland, die Sprache zu sprechen fällt mir manchmal noch schwer und ich „verstecke“ mich hinter meinem Partner, der sie fließend spricht. Aber immer öfter spreche ich Leute einfach an (z.B. in Geschäften). Dann merke ich wie gut das funktioniert, das richtige Gespräche zustande kommen. Das macht mich so glücklich, dass ich den ganzen Tag etwas davon habe!
    Danke, für diesen Blog ;o)

    • Reply
      The Organized Cardigan
      10. November 2014 at 19:47

      Anneke, hej! Wie schön dich hier zu lesen! :-)
      Das mit der Sprache kann ich auch total gut nachvollziehen. Mir geht es genauso, ob nun im Urlaub oder auch hier in Deutschland. Aber wenn ich mich dann getraut habe, etwas zu sagen (oder wie hier: auch zu schreiben), fühle ich mich auch gleich irgendwie viel „befreiter“. Grenzen/Hürden setzt man sich ja oft auch selber…
      Liebe Grüße und *DANKE* für dein Kommentar! :)

  • Reply
    Anka
    12. November 2014 at 0:47

    Und außerhalb der Komfortzone echte Freunde finden! Mit denen man/frau erstklassig neue Wege beschreiten kann. Vielen Dank für den Text :-)

  • Reply
    Steffi/Hauptsache Meer
    15. November 2014 at 18:56

    Liebe Sunray,

    jetzt wollte ich endlich auch mal auf deinem Blog vorbeischauen und was sehe ich als erstes? Einen ehrlichen und sehr gut geschriebenen Artikel, den du neben Deutsch auch noch in Englisch geschrieben hast! Das ist doch Wahnsinn (also im positiven Sinne :-) ) Du brauchst wirklich keine Angst zu haben wegen deinem Blog – mach weiter so!

    Das Sprichwort mag ich sehr – danke fürs drauf aufmerksam machen.

    Liebe Grüße
    /Steffi

    • Reply
      The Organized Cardigan
      17. November 2014 at 10:34

      Liebe Steffi,

      vielen, vielen, lieben Dank für dein Kommentar! Das freut mich total :)
      Ja, die englischen Texte zu verfassen schüttel ich nicht in 5 Minuten aus dem Ärmel ;) Mal schauen, wie es damit weiter geht.
      Sehr gern :)

      Liebe Grüße und hab eine schöne Woche!
      Sunray

  • Reply
    Paleica
    16. Dezember 2014 at 12:14

    sehr wahr! besonders das zweite zitat sagt mir sehr zu! im nachhinein frag ich mich oft: warum hab ich so lange gezögert, den schritt aus der komfortzone raus zu wagen?

    • Reply
      The Organized Cardigan
      16. Dezember 2014 at 18:38

      Ja, oft ist man / frau im Nachhinein erst schlauer… Wichtig finde ich dann oft für mich, daraus zu „lernen“ und einen Fehler möglichst nicht noch mal zu machen. Auf der anderen Seite: Würde man /frau immer gleich die richtigen Entscheidungen treffen und umsetzen… Hm. Es hat ja oft auch (gute) Gründe, warum manche Entscheidungen ein bisschen Zeit brauchen. „Gut Ding will Weile haben“ :)
      Schön, dass du mich hier besuch hast :)
      Dein Blog Design ist klasse! Und die Fotos… Ohne Worte… TOLL!!

  • Reply
    Neujahrsvorsatz 2015: Keine Ziele? | The Organized Cardigan
    28. Dezember 2014 at 7:06

    […] fast jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit zu fahren (bis zu einer Erkältung im Dezember, und danach wurde das Wetter “unkomfortabel” ). Hier möchte ich gerne wieder ansetzen. Aber darüber hinaus möchte ich mich gerne noch […]

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